Befana corteo 2007

venezianisches Rudern lernen

 

Sicherheit

Sicherheit: Das Venezianische Rudern ist keine gefährliche Sportart, aber in der Lagune zu Rudern ist gefährlicher als zu Hause zu sitzen. Ich weise hier auf alle mir bekannten größeren und kleineren Gefahren hin, sowie auf deren Vermeidung. Die am Beginn der ersten Kursstunde gegebenen Sicherheitshinweise zum Verhalten im Boot sowie Anweisungen aus Sicherheitsgründen während der Kurse müssen beachtet werden.

Die größeren Gefahren sind zum Glück sehr, sehr selten: Zusammenstoß mit einem Motorboot, Kentern im Sturm, Sturz ins Wasser.
Motorboote müssen bestimmte Fahrkanäle in der Lagune benutzen. Wenn diese Kanäle gekreuzt werden, geschieht dies mit größtmöglicher Vorsicht. Heftiger Wind, insbesondere der vom Meer her wehende Scirocco, können das Boot zum Kentern bringen. Daher finden die Kurse bei starkem Wind nicht statt. Frischt der Wind auf, wird ein Kurs aus Sicherheitsgründen abgebrochen (die Abrechnung erfolgt dann anteilig (pro angefangene 15 Minuten). Ein Sturz ins Wasser ist zwar auch sehr selten, aber nicht auszuschließen. Wenn es doch einmal geschieht, ist es zwar ärgerlich aber meist nicht besonders gefährlich, da die Kurse überwiegend in sehr flachem Wasser stattfinden und tiefere Kanäle nur kurzfristig gekreuzt werden. Zudem fährt das Boot langsam und es stehen Schwimmwesten zur Verfügung.
Hinweis! Sollte wirklich einmal jemand ins Wasser fallen, soll nicht zu einer Ufermauer geschwommen werden, sondern zum Boot. An den Mauern können sich scharfkantige Muscheln befinden. Empfindliche Gegenstände (z. B. Handys) sollten in einer Plastiktüte verpackt werden.

Die kleineren Gefahren sind häufiger: Sonnenbrand, sich stoßen, Blasen an den Händen, Verspannungen, Verschmutzung der Kleidung.
Wenn man sich im Sommer längere Zeit auf dem Wasser aufhält kann man leicht einen Sonnenbrand bekommen, der durch entsprechende Kleidung und Sonnencreme vermieden werden kann. Das Boot ist aus Holz und es kann nicht ausgeschlossen werden, daß man sich einmal stößt. Um das zu vermeiden, sollte man sich mit Ruhe und Umsicht bewegen und die Hinweise zum Verhalten im Boot am Beginn der ersten Doppelstunde beachten (z. B. Bewegen des Ruders im Boot). Blasen an den Händen bekommt man dann, wenn man die Hände zu sehr um das Ruder preßt. Verspannungen, vor allem an der Schulter und am Unterschenkel, resultieren meist aus falscher Haltung. Beim Auftreten solcher Beschwerden (z. B. Brennen) sollte der Ruderlehrer informiert werden, der dann Hinweise zur Änderung der Haltung geben kann. Verschmutzung der Kleidung ist ebenfalls nicht auszuschließen, vor allem beim Betreten und Verlassen des Bootes an der Ufermauer. An der Ruderhalterung und damit am Ruder kann sich an einigen Stellen Vaseline befinden. Ich empfehle einfache Baumwollkleidung, die sich leicht waschen läßt. Für verschmutzte Kleidung wird nicht gehaftet.
Andreas vor San Biagio 2